Das schönste Museum der Welt
Ab dem 20. März 2010 zeigt das Museum Folkwang für drei Monate seine erste große Sonderausstellung „Das schönste Museum der Welt – Museum Folkwang bis 1933“ im neuen Anbau. Gewidmet ist sie der einzigartigen Geschichte der Folkwang-Sammlung und ihrer Entwicklung. Die Ausstellung rekonstruiert die großartige Sammlung, die von Karl Ernst Osthaus 1902 einst begründet wurde und macht sie zu einem inspirierenden Ausgangspunkt für künftige Arbeiten des Museums.
Und auch eine Besonderheit bringt diese Ausstellung mit sich, denn erstmals gelangt ein alter Museumsschatz wieder ans Licht: Wie schon zur Zeit von Ernst Osthaus, werden auch jetzt wieder neben Skulpturen und Objekten aus China und Japan, Griechenland und Ägypten, Java und Ozeanien die Meister der Moderne gezeigt.
Der Mitbegründer des Museum of Modern Art in New York, Paul J. Sachs, sagte bei einem Besuch in Essen im Jahr 1932, das Folkwang sei „das schönste Museum der Welt“. Die Nationalsozialisten unterbrachen brutal die fortschritt-
liche Ankaufs- und Ausstellungspolitik des Museums und konfiszierten 1937 mehr als 1.400 Werke. Diese wurden später legal verkauft und gehören heute zu den Meisterwerken großer Museen und Privatsammlungen im In- und Ausland, darunter Gemälde von Kandinsky und Matisse, Kirchner und Marc, Munch und Beckmann.
Als Kuratoren konnte das Museum Folkwang Prof. Uwe M. Schneede, der bis 2006 Direktor der Hamburger Kunst-
halle war, gewinnen. Er wird die kommenden Ausstellungen in enger Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang planen.
Weitere Informationen und Buchung von Gruppenführungen telefonisch unter: 0201-88 45 444 oder
per Mail an: info@museum-folkwang.essen.de
Ruhr Museum wurde eröffnet
Pünktlich zum Startschuss der Ruhr.2010 öffnete auch das Ruhr Museum nach zehn Jahren Planungszeit seine Pfor-
ten. Auf 5.000 Quadratmeter ist ab sofort auf dem Welterbe der Zeche Zollverein in Essen Ruhrgebiets-Geschichte hautnah zu erleben.
Die Dauerausstellung vereint Geschichte, Naturkunde, Archäologie und Fotografie der Region unter dem Dach der ehemaligen Kohlenwäsche. Auf drei Ebenen gliedert sich der Ausstellungs-Parcours mit mehr als 5.000 Exponaten und mehr als 1.000 Leihgaben in die Bereiche Gegenwart, Gedächtnis und Geschichte des Ruhrgebiets.
Das Ruhr Museum geht zurück auf das 1904 gegründete Ruhrlandmuseum der Stadt Essen, eines der ältesten und traditionsreichsten Museen der Region. Die Kosten für den Umbau der Kohlenwäsche betragen rund 55 Millionen Euro und stammen aus Mitteln der Europäischen Union, des Landes und der Stadt Essen. Weitere zwölf Millionen Euro vom Land und der Stadt Essen flossen in den Bau des Büro- und Depotgebäudes, der museumpädagogischen Räume im Kokskohlenbunker und die Ausstellungsarchitektur. Jährlich werden nun rund 150.000 Besucher im neuen Ruhr Museum erwartet.
Mehr Informationen unter www.ruhrmuseum.de
MONET Ausstellung in Wuppertal
Noch bis zum 28. Februar 2010 zeigt das Wuppertaler von der Heydt-Museum seinen Besuchern eine groß angelegte Ausstellung der Werke des Künstlers Monet (1840 - 1925). Dem Malergenie ist es in seinen Arbeiten gelungen, die Malerei aus der Gegenständlichkeit des 19. Jahrhunderts zu befreien und die Fenster zu einer völlig neuen Kunst, zur Abstraktion, zum Absoluten aufzustoßen. Viele seiner Bilder zeigen die fantastischen Werke der Spiegelungen seines Gartenteiches, in dem das Oben und Unten nicht mehr eindeutig zu bestimmen ist, womit Monet der Kunst ganz neue Möglichkeiten eröffnete. Genau darin liegt Monets bedeutendste künstlerische Leistung, und deshalb werden in dieser Ausstellung die berühmten Seerosenbilder besonders in den Fokus gerückt. Doch dreht sich diese Ausstellung nicht nur um diese bekannten Gemälde, sondern um Werke seiner gesamten künstlerischen Schaffensphase. Die Ausstellung wird von den seltenen Karikaturen, die Monet in seiner Schulzeit anfertigte, bis zu Werken, die seine akademische Ausbildung widerspiegeln, reichen. Die großformatigen Seerosenbilder bilden den Abschluss und Höhepunkt der Ausstellung. In ihnen geraten Dimension und Perspektive völlig aus dem Gleichgewicht, und eine getreue Maßstäblichkeit ist in diesen großen Gemälden nicht mehr festzustellen. Diese groß angelegte Monet-Ausstellung soll dem Publikum einen neuen umfassenden Blick auf das Malergenie geben.
Informationen:
Von der Heydt Museum
Turmhof 8
42103 Wuppertal
Tel.: 0202/563-2626
Öffnungszeiten:
Mo.: geschlossen
Di.-Mi.: 11-18 Uhr
Do.-Fr.: 11-20 Uhr
Sa.-So.: 10-18 Uhr
Mit James Cook die Südsee entdecken
Wie abenteuerlich muss es vor rund 250 Jahren gewesen sein, als James Cook (1728 – 1779) und seine Männer damals fremde Länder auf ihren selbst gebauten Schiffen bereist haben. In Bonn bekommen große und kleine Entdecker nun die Möglichkeit mit James Cook auf Reisen zu gehen, und mit ihm die Südsee zu entdecken. Die in der Ausstellung gezeigten Schiffsmodelle, Seekarten und Navigationsinstrumente machen die Reisen des James Cook auf faszinierende Weise wieder lebendig.
Der britische Seefahrer und Entdecker wurde durch drei Expeditionsreisen in die damals noch unbekannten Weiten des Pazifischen Ozeans berühmt. Ihm gelang es erstmalig, Australien, Neuseeland und die Inselwelt der Südsee zu bereisen und zu kartographieren.
Die Ausstellungsarchitektur, die die zentralen Inseln und Kontinente des Pazifiks abbildet, ermöglicht dem Besucher das selbstständige Entdecken der ozeanischen Kulturen des 18. Jahrhunderts entlang der drei Reiserouten. Die Sichtweise der Ausstellung setzt den Fokus auf die europäische Perspektive der außereuropäischen Welten.
Viele der rund 500 Exponate sind kunsthistorisch von unschätzbarem Wert, da Vergleichbares in der Südsee nicht mehr zu finden ist. Neben den eindrucksvollen Leihgaben des Londoner Museums konnten sogar wertvolle Gegenstände aus James Cooks persönlichem Besitz aus Australien entliehen werden. Neben den ethnographischen Ausstellungsstücken werden prachtvolle Gemälde und Zeichnungen der mitreisenden Maler präsentiert, die den euphorischen und wissbegierigen Blick der Entdecker auf die exotischen Szenerien der Südsee eingefangen haben. Zum ersten Mal werden in Bonn die von den Cook-Reisen mitgebrachten ethnographischen und naturhistorischen Objekte aus den verschiedensten pazifischen Kulturen wieder zusammengeführt, nachdem sie bereits Ende des 18. Jahrhunderts in frühe völker- und naturkundliche Sammlungen in ganz Europa verstreut worden waren.
Weitere Informationen zur Ausstellung:
„James Cook und die Entdeckung der Südsee“ (noch bis 28.02.2010)
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
Öffnungszeiten:
Mo.: geschlossen
Di.-Mi.: 10-21 Uhr
Do.-So.: 10-19 Uhr
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