Witzigkeit kennt keine Grenzen
Treffsichere Gags, Herz, Humor und ganz viel Charme: Hape Kerkelings „Kein Pardon – Das Musical“, basierend auf dem gleichnamigen Erfolgsfilm, erobert nun die große Musicalbühne! Hier begegnet eine ganz normale Ruhrgebietsfamilie mit großen Träumen der glamourösen Fernsehwelt. Denn jeder Mensch hat einen Traum – wehe nur, wenn der sich erfüllt, dann kennt das Schicksal kein Pardon! Diese Erfahrung macht auch Peter Schlönzke, völlig talentfreier Fernsehfan und Sohn einer Bottroper Familie mit Schnittchen-Lieferservice, der durch die Rolle des „Lustigen Glückshasen“ in seiner Lieblingsshow plötzlich selbst zum Fernseh-Star wird. Eine urdeutsche Familiengeschichte – mitten aus dem Leben, mit ganz viel Gefühl und irrsinnig komisch. Es begeistern nicht nur die Familie Schlönzke, sexy Showgirls und der lustige Glückshase, sondern auch die mitreißende Musik vom großen Showorchester: von Pop bis Polka, von Bottrop bis Broadway.
Das Kreativteam besteht aus alten Hasen der Entertainmentwelt: Das Buch der Musicalkomödie stammt aus der Feder von Comedian Thomas Hermanns, der mit Hape Kerkeling die Idee zum Musical entwickelte. Die Musik liefert „Pavel Popolski“ Achim Hagemann, Schöpfer von „Hurz“, gemeinsam mit Thomas Zaufke. Regie führt Alex Balga und Top-Comedian und Schauspieler Dirk Bach verleiht der Welturaufführung in der Rolle des cholerischen Moderators Heinz Wäscher zusätzlich Gewicht.
Tickets gibt es unter 0211/73 44 120, weitere Informationen unter: www.kartenkaufen.de
Die gehören zum heißen alten Eisen ...
Dass ein Leben jenseits der 60 noch lange nicht vorbei ist, beweist ein neues Theaterstück auf dem Spielplan des Theater Freudenhaus in Essen. Die drei alten Damen in dem Schauspiel genießen in Ruhe und Zufriedenheit den Lebensabend in einem Altenheim ... Von wegen! Sie lassen es jetzt erst so richtig krachen.
Freudenhaus-Kultautorin Lore Duwe-Scherwat hat der kleinen Bühne mit "Drei alte Schachteln lassen's krachen" einen Nachfolger der Erfolgskomödie "Zwei Witwen sehen rot" geschrieben. Pflegenotstand und pampiges Personal werden mit jeder Menge Ironie und viel Magenbitter bekämpft. Dieses amüsante Schauspiel lebt vor allem durch die Leidenschaft, mit der die drei Schauspielerinnen die alten Damen verkörpern.
Kartenvorverkauf unter: 0201 - 851 32 – 30 und www.theater-freudenhaus.de
Kleine Eheverbrechen
Gilles, der durch einen mysteriösen Unfall sein Gedächtnis verloren hat, startet den verbitterten Versuch sein ver-
gangenes Leben im Kopf wieder zu rekonstruieren. Seine Frau Lisa, mit der er bereits seit fünfzehn Jahren verheiratet ist, versucht nach dieser Tragödie mit viel Liebe von ihrem Zusammenleben und ihrer Liebe zueinander zu berichten. Doch was ist, wenn Lisa nun lügt? Auf der Suche zu seinem alten ich, wird er geplagt von tausend Fragen und Zweifeln. Mit seiner Unsicherheit belogen zu werden eifert er vielen Fragen hinterher, um an die Wahrheit zu gelangen.
Das spannend inszenierte Verwirrspiel „Kleine Ehever-
brechen“ mit Timothy Peach und Nicola Tiggeler präsentiert vom 7. Februar bis zum 27. Februar im Essener Theater im Rathaus ein faszinierendes Katz- und Maus-Spiel. Mit der Wahl auf dieses Theater-Highlight des französischen Autor Krzysztof Zanussi können sie sich beruhigt zurücklehnen und auf einen spannenden Abend voller lustiger Situationskomik und ironischen Dialogen im Theater im Rathaus freuen.
Info und Karten unter: 0201 - 24 55 555 oder www.theater-im-rathaus.de
Ein Museumsbesuch im Varieté
Ein Museumsbesuch der ganz anderen Art erwartet die Be-
sucher im GOP Varieté Theater Essen im ersten Programm dieses Jahres. „Bilder einer Ausstellung“ wird noch bis zum 28. Februar die Zuschauer in Ausstellungsbesucher ver-
wandeln. Geführt von dem komödiantischen Museumsführer Karl-Heinz Helmschrot, erleben die Zuschauer wie berühmte Gemälde von Victor Hartmann zum Leben erwachen und mit Akrobatik, Gesang und Artistik alle in ihren Bann ziehen. Die russische Hexe „Baba Jaga“ tanzt ausdrucksstark am Vertikalseil und in den „Katakomben“ wird bedrohlich mit Feuer hantiert. Bis hin zum finalen Bild „Das große Tor von Kiew“ indem durch Kraft und Pole-Akrobatik die Parallelen zwischen Architektur und Anatomie auf faszinierende Art deutlich werden. Mit herzzerreißender Unbeholfenheit stra-
paziert der liebenswerte und trottelige „Monsieur Gobelin“ die Lachmuskeln der Zuschauer. „Bilder einer Ausstellung“ garantiert einen amüsanten und atemberaubenden Museumsbesuch der ganz anderen Art ...
Tickethotline: 0201 - 24 79 393
www.variete.de
Souverän mit Recht
Strenger Blick über die Brille hinweg auf den Angeklagten, so kennt der Fernsehzuschauer Richterin Barbara Salesch, wenn sie in gleichnamiger TV-Serie für Recht und Ordnung sorgt. Seit 1999 ist Barbara Salesch Chefin in ihrem eigenen Gerichtssaal bei SAT.1 und führt täglich mal mehr, mal weniger kriminelle Straftäter ihrer gerechten Strafe zu. Und fragte sich anfangs noch so mancher, ob die jung gebliebene Frau mittleren Alters mit der karottenroten Kurzhaarfrisur einfach eine Schauspielerin oder tatsächlich Richterin ist, so war schnell klar: Barbara Salesch ist nicht nur studierte Juristin, sondern übte ihren Beruf auch viele Jahre lang aus.
Die gebürtige Karlsruherin studierte Rechtswissenschaften und ein paar Semester Sport in Freiburg, Kiel und Hamburg, bevor sie in Hamburg die Große Juristische Staatsprüfung absolvierte.1979 begann sie ihre juristische Laufbahn am Landesgericht Hamburg und wurde zunächst zur Staatsanwaltschaft abgeordnet. Drei Jahre später wechselte Barbara Salesch zur Justizbehörde Hamburg über, 1985 wurde sie Richterin am Landesgericht Hamburg wo sie anfangs bei der Spezialkammer für Rauschgiftkriminalität arbeitete. 1991 wurde die Juristin zur Vorsitzenden Richterin und Abteilungsleiterin der Justizbehörde ernannt, 1996 zur Vorsitzenden Richterin am Landgericht Hamburg bevor sie dann 1999 zum Fernsehen kam. Auch privat ist die 58-jährige wenig an Stillstand interessiert und braust mit ihrem alten englischen Sportwagen, ein echter Oldtimer übrigens, von Ralley zu Ralley – und am 5. Mai in ihren 59. Geburtstag.
Herzlichen Glückwunsch, Richterin Barbara Salesch!
(erschienen in Viverito 02/09)
Generationen lächeln
Ilja Richter im Viverito-Interview
Viverito: Herr Richter, sie waren Kinderstar, Teenie-Idol der 70er Jahre, haben„Disco“ moderiert, sind bekannte Synchronstimme, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller – und ich habe sicherlich noch so einige Lücken in Ihrem Werdegang gelassen. Wie hat sich dieser außergewöhnlichvielfältige Lebenslauf ergeben?
Ilja Richter: Getrieben durch die Eltern und den eigenen Trieb, kindliche Verwandlungswünsche auf die Spitze zu treiben, bin ich einfach bei diesem Beruf geblieben. Ich habe nichts anderes gelernt.
Viverito: Welcher ist für Sie der größte berufliche Erfolg und warum?
Ilja Richter: Dass es mir gelungen ist, Generationen ein Lächeln aufs Gesicht zuzaubern und all die Menschen meinen Namen eher parat haben, als den Titel meiner ehemaligen Sendung. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich. Das weiß jeder TV-Förster!
Viverito: Sie spielen ja im April im Essener Theater im Rathaus den Ibrahim in „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“. Was hat Ihr Interesse an der Rollegeweckt?
Ilja Richter: Dass alle Wege zu Gott führen können und das Ganze auch noch mit Humor gepaart.
Viverito: Monsieur Ibrahim findet die Lösungen für alle Probleme im Koran. Wie stehen Sie denn persönlich zum Thema Glauben?
Ilja Richter: Ich bin weder bibelfest noch koransicher, aber gottgläubig.
Ilja Richter – Licht aus... Spot an!
Ilja Richter wurde am 24. November 1952 in Berlin-Karlshorst in Ost-Berlin geboren. Seine Mutter, eine ehemalige Schauspielerin, machte ihn schon früh zum Bühnenkind.
Bereits als Zehnjähriger hatte Ilja Richter an die 30 Hörspiele und seine erste Schallplatte aufgenommen sowie zahlreiche Fernseh- und Kinofilme gedreht. Mit 16 Jahren erhielt er seine erste Fernsehshow und die Musiksendung „Disco“ erlangte mit ihm Berühmtheit.
Heute stehen in seinem Lebenslauf unter anderem Bühnenauftritte, seine Tätigkeit als politischer und autobiographischer Autor und Kinoauftritte als die deutsche Stimme von Mike Glotzkowski aus der „Monster AG“ und Erdmännchen Timon aus dem „König der Löwen“.
(erschienen in Viverito 02/08)
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