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Walking

Ausdauertraining besitzt aufgrund seiner günstigen Auswirkung auf das Herz-Kreislaufsystem und den Stoffwechsel und der damit verbundenen kardioprotektiven Wirkung einen hohen Stellenwert im Rahmen eines gesundheitssportlich orientierten Trainingsprogramms. Dabei haben sich die sog. "per-pedes Sportarten" wie beispielsweise Laufen bzw. Jogging als natürlichste körperliche Aktivitäten wegen der relativ einfachen Bewegungsausführung, des geringen materiellen Aufwandes und des hohen kardiovaskulären Trainingseffekts bei gleichzeitig geringer Druckbelastung des Herzens etabliert. Allerdings werden in der Praxis beim Laufen häufig Überforderungssituationen durch zu hohe Trainingsintensität und orthopädische Beschwerden beobachtet. Untersuchungen an Freizeitsportlern bzw. Herzpatienten zeigen, dass die Belastungsdosierung beim Jogging schwierig ist und häufig Laktatkonzentrationen über 6 mmol/l gemessen werden.

Walking, die sportlichere Variante des Gehens, wird in der Literatur als eine "sanfte" Ausdauertrainingsform beschrieben, die einen ausreichenden Trainingsreiz bei gleichzeitig geringer Überlastungsgefahr gewährleistet.

Technik des Walkings
Gehen unterscheidet sich zunächst vom Laufen durch die fehlende Flugphase; beim Laufen haben beide Füße kurzzeitig keinen Bodenkontakt, während beim Gehen immer zumindest ein Fuß den Boden berührt. Daraus resultiert, dass die vertikalen Bodenreaktionskräfte beim Gehen lediglich beim 1-1,5 fachen des Körpergewichts liegen, beim Laufen jedoch bis zum 3-4fachen des Körpergewichts erreichen. Walking, als ebenfalls dynamisch-rhythmische Bewegungsform, unterscheidet sich vom "normalen" Gehen zum einen durch die höhere Geschwindigkeit (höhere Schrittfrequenz) und durch den aktiven Armeinsatz, wodurch eine größere Muskelmasse intensiver eingesetzt wird. Im Gegensatz zur leichtathletischen Disziplin Sportgehen erfolgt beim Walking der Fußaufsatz möglichst hüftbreit und nicht nahezu geradlinig, um die damit verbundene starke Beckenkippung bei gleichzeitiger Torsionsbewegung der Wirbelsäule als mögliche orthopädische Überlastung beim Freizeit- und Gesundheitssportler zu vermeiden. 

Das Kniegelenk sollte beim Walking im Gegensatz zum Sportgehen beim Aufsetzen des Fußes nicht vollständig gestreckt sein. Beim Walking sind die Ellbogen 90° angewinkelt und schwingen seitlich am Körper wechselseitig zu den Beinen. Beim Sportgehen findet der Armschwung vermehrt vor dem Körper bis zur Körpermitte statt. Dadurch erreicht der Walker allerdings auch nicht die hohen Spitzengeschwindigkeiten der Sportgeher, die bis zu 20 km/h betragen können. Das Einstiegstempo beim Walking liegt bei ca. 5 km/h, beim schnellen Walking können Geschwindigkeiten um 9 km/h erreicht werden. In Tab. 1 sind noch einmal alle wichtigen technischen Besonderheiten und Unterschiede zwischen Walking, Sportgehen und Jogging zusammengefasst.

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