Ozon - innovative Kariestherapie
Der Traum vom Zahnarzt „ohne Bohrer“ ist in innovativen Praxen dank der Verwendung von Ozon schon Wirklichkeit geworden. Der Schwerpunkt der Therapie liegt in der sicheren Restkariesvermeidung, die sowohl in der Füllungstherapie als auch in Wurzelbehandlungen unverzichtbar ist.
Ozon ist ein farbloses bis blaues Gas mit einem charakteristischen Geruch. Das auf Sauerstoff basierende starke Oxidationsmittel Ozon wirkt aufgrund seiner hohen Reaktivität gegen Bakterien, Pilze und Viren. Ozon wird z.B. zur Haltbarkeit von Lebensmitteln eingesetzt, Swimmingpools werden damit aufbereitet und in der Medizin ist es schon seit Jahrzehnten bekannt. Das Ozongerät wandelt Sauerstoff aus der Raumluft in Ozon um. Über einen Schlauch wird das Oxidationsmittel auf den mittels Silikonkappe luftdicht abgedeckten Zahn gepumpt. Die typischen Kariesbakterien werden so abgetötet. Die Therapie ist absolut schmerzfrei.
Nicht eingebrochene Zahnhalskaries wird z. B. mittels Ozon therapiert. Selbst bei sehr tiefer Karies kann ein solcher Zahn mit Ozon behandelt werden und der Zahnnerv in vielen Fällen erhalten werden. Besonders erwähnenswert ist, dass postoperativ Beschwerden für die Patienten aus subjektiver Sicht wesentlich seltener auftreten. Auch ist die Anzahl von durchgeführten Wurzelkanalbehandlungen nach einer Kariestherapie deutlich gesunken. Durchaus erfolgreich kann mittels Ozon die Desensibilisierung einzelner Zahnhälse durchgeführt werden. Dafür ist eine einmalige Behandlung ist in der Regel ausreichend.
Eine völlige Schmerzfreiheit ist mit bis zu drei Behandlungssitzungen zu erreichen. Auch im Rahmen der Wurzelbehandlung wird Ozon routinemäßig verwendet. Besonders bei der Revision von erfolglosen alten Wurzelbehandlungen ist die Therapie eine berichtigte Chance für die Langzeiterhaltung.
Ein spezielles Einsatzgebiet ist die Behandlung von ängstlichen Kindern. Nach einer Studie der Universität Bern gaben 80 Prozent der behandelten Kinder an, jetzt keine Angst mehr vor dem Zahnarzt zu haben. Viele Kinder wurden somit vor einer risikobehafteten Prämedikation oder gar einer Vollnarkose bewahrt. Aufgrund der Wirkung des Ozons können auch Lippenherpes, Pilzinfektionen und Aphten erfolgreich behandelt werden. Eine deutliche Besserung ist schon nach einmaliger Anwendung zu bemerken, die Ozonapplikation sollte allerdings wiederholt werden. In jüngerer Zeit gibt es viele interessante und viel versprechende Forschungsansätze über den Ozoneinsatz in der Zahnmedizin, die die Anwendungsmöglichkeiten noch erweitern werden.
Weitere Informationen erhalten Sie bei info@deutsche-patientenhilfe.com
Kontrollen beugen vor (Teil 1)
Warum soll ich mein Zahnfleisch regelmäßig untersuchen lassen?
Dr. Michael Kaim, Zahnarzt in der Essener Praxis für Zahngesundheit und Kieferorthopädie, gibt die Antworten.
Schöne, gesunde Zähne bis ins hohe Alter – mit den vielfältigen Möglichkeiten der Zahnmedizin muss das kein Wunschtraummehr bleiben. Dem Zahnarzt stehen heute nicht nur moderne Behandlungs-, sondern auch eine Vielzahl von neuen Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Dies ist gerade bei der Früherkennung von Entzündungen des Zahnbettes, der so genannten Parodontitis, sehr wichtig. Bei Zahnbetterkrankungen löst sich das Zahnfleisch vom Zahn ab und es bildet sich eine Zahnfleischtasche. Mit einem geeigneten Messinstrument (Parodontalsonde) kann deren Tiefe ertastet werden. Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis) werden daran gemessen, wie stark es bei Berührung blutet. Eine solche Entzündung entsteht durch Bakterien.
Bakterien im Zahnbelag (Plaque) – rechtzeitig reagieren!
Eine Parodontitis, die sich aus einer Gingivitis entwickeln kann, tritt oft nur an einzelnen Stellen im Zahnbett der betroffenen Zähne auf und schreitet meist phasenweise voran. Deswegen ist eine regelmäßige und vollständige Untersuchung des Zahnbettes sehr wichtig! In Deutschland gibt es leider noch immer eine recht hohe Abweichung zwischen dem Behandlungsbedarf für Zahnbetterkrankungen und der Anzahl der tatsächlich durchgeführten Behandlungen: Jeder dritte Erwachsene hat eine leichtere, jeder siebte eine schwerere Form der Parodontitis. Wird eine Gingivitis frühzeitig erkannt, hat der Zahnarzt die Möglichkeit, mit relativ einfachen Behandlungsmethoden in kurzer Zeit eine Heilung herbeizuführen. Besteht bereits eine Parodontitis, ist auch hier eine Früherkennung wichtig, weil mit zunehmender Schwere der Erkrankung auch deren Behandlung schwieriger wird.
Wie untersucht der Zahnarzt mein Zahnfleisch?
Zur Messung verwendet wird der Parodontale Screening Index(PSI) zur Früherkennung der Parodontitis. Dem Zahnarzt steht damit eine einfache Methode zur ersten Bewertung des Zahnfleischzustandes zur Verfügung. Der Index wurde in den USA entwickelt und ist auch in Europa bereits weit verbreitet: In den Niederlanden ist der PSI schon seit Jahren fester Bestandteil der zahnärztlichen Untersuchung. In Deutschland setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DGP) intensiv dafür ein, dass der PSI seinen Weg in alle Zahnarztpraxen findet und dort im Rahmen der Kontrolluntersuchungen angewendet wird.
Fortsetzung folgt...
Weitere Infos unter www.32fit.de
(erschienen in Viverito 03/09)
White Christmas

- Dr. Jean-Mancel Rassouli, Ästhetische Zahnmedizin am Elisabeth-Krankenhaus Essen
Strahlend weißer Schnee zu Weihnachten? In unseren Gefilden leider selten, aber dafür mit strahlendweißen Zähnen unter dem Christbaum! Bleaching (Zahnaufhellung) wird bei den Menschen in Deutschland immer beliebter.
„In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Bleaching kaum zu bremsen“, weiß Dr. Jean-Marcel Rassouli aus der Zahnklinik am Elisabeth-Krankenhaus in Essen. Die USA hat es uns vorgemacht, Mode, Schönheit, weiße Zähne nicht nur für Hollywoodstars! Vor einigen Jahren waren es hauptsächlich Schauspieler, Sänger, Manager: also, Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Mittlerweile machen wir in unserer Klinik viele hundert Bleachings im Jahr auch beim „Normalbürger“. Die Menschen fühlen sich attraktiver, wenn sie ‚weißer lachen’. Genau das ist es, was man mit weißen Zähnen verbindet: Frische, Jugendlichkeit, Vitalität und Erfolg. Die Wissenschaft belegt dies durch zahlreiche Studien. Je attraktiver das Gesicht mit weißen Zähnen, desto erfolgreicher, zufriedener, sympathischer, intelligenter, geselliger, aufregender, kreativer und fleißiger wurden die Menschen eingeschätzt. „Hier zeigt sich, welche enormen sozialen Folgen Attraktivität mit sich bringen kann,“ sagt dazu Dr. Rassouli.
Damit es bei der Zahnaufhellung keine bösen Überraschungen gibt, sollte das Bleaching bei Profis erfolgen. Zuerst klärt der Zahnarzt die Ursache für die „dunklen“ Zähne, die heller werden sollen. Es kann sein, dass die „dunkleren“ Zähne „vererbt“ sind, also angeboren, oder durch bestimmte Erkrankungen im Kindesalter. Der andere Grund kann auch starkes Rauchen oder Kaffeegenuss sein. Der Erfolg des Bleachings hängt also entscheidend von der Ursache ab, denn dann kann auch gezielt das richtige Bleaching durchgeführt werden. Viele Patienten fragen, ob es Risiken und Nebenwirkungen gebe. „Bei korrekter Durchführung oder Anleitung in der Praxis sind keine irreversiblen und klinisch sichtbaren Schäden der Zähne und der Mundschleimhaut zu verzeichnen“, ist die Erfahrung von Dr. Rassouli. Aber Schäden sind nicht auszuschließen, wenn man zu Hause mit freiverkäuflichen Produkten selbst experimentiert.
Studien haben gezeigt, dass das Zahnfleisch beim Bleaching am besten geschützt wird, wenn die Bleichbehandlung in der Praxis erfolgt (geschultes Fachpersonal) oder eine individuell gefertigte Bleichschiene für Passgenauigkeit beim Kontakt mit dem Bleichmittel sorgt.
Bleachingmethoden
Power-Bleaching in der Zahnarztpraxis.
Dauer: eine gute Stunde, mit einem hohen Anteil an Bleichmittel (bei sehr empfindlichen Zähnen eher nicht geeignet).
Home-Bleaching daheim mit Schienen unter professioneller Anleitung durch den Zahnarzt.
Dauer: 2-7 Tage, mit einem niedrigeren Anteil an Bleichmittel (auch bei empfindlichen Zähnen möglich). Hier kann man seinen persönlichen Wünschen gerecht werden. Auch Zähne „weiß wie Schnee“ sind theoretisch möglich. Kaffeetrinker oder Raucher können „alle Jahre wieder….“, andernfalls kann das weiße Lächeln bis zu drei Jahren halten.
(erschienen in Viverito 06/08)
Was Sie über Zahnimplantate wissen sollten
Zahnklinik am Elisabeth-Krankenhaus ist Kompetenzzentrum
Implantatversorgungen sind im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Doch nicht alles was gut klingt, ist auch gut verdaulich. Zumindest nicht, was den Patienten betrifft, denn pauschal „feste Zähne“ in ein paar Stunden zu garantieren, ist zumindest den Zahnmedizinern der Zahnklinik am Elisabeth-Krankenhaus ohne wissenschaftlich untermauerte Langzeiterprobungen zu vage, um eine seriöse und verlässliche Aussage machen zu können.
Viverito sprach mit einem der Pioniere der Implantologie, Chefarzt Dr. Jürgen Oberbeckmann über den aktuellen, wissenschaftlich gesicherten Stand der Implantologie.
Viverito: Herr Dr. Oberbeckmann, der informierte Patient ist heute glücklicherweise keine Seltenheit mehr. Doch kann sich der Patient wirklich seriös an dem orientieren, was er in vielen Medien über die Implantologie hört und liest?
Dr. Oberbeckmann: Ich arbeite seit den Anfängen der Implantologie – und das sind immerhin bereits über 30Jahre - sozusagen an vorderster Front mit und verfolge den enormen Fortschritt, den die Implantologie bis in die heutige Zeit gemacht hat und weiter machen wird. Das Material, die technischen Möglichkeiten in der Diagnostik und Behandlung werden dabei immer besser und präziser, so dass man einem Patienten zunächst raten muss, sich an einen wirklichen Spezialisten zu wenden, der über weitreichende Erfahrung in diesem Fachbereich verfügt und selbst stets auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand ist.
Viverito: Woran erkennt der Laie den Spezialisten?
Dr. Oberbeckmann: Es gibt seit einigen Jahren die Zusatzqualifikation Master of Science für Implantologie und weitere zahnärztliche Spezialgebiete, wie sie auch Mitarbeiter unserer Zahnklinik absolvieren. Dies ist ein Qualitätsmerkmal, aber bei weitem nicht das einzige. Ich rate Patienten, sich vor einer Behandlung direkt beim Zahnarzt zu erkundigen. Beispielsweise wie viele Implantate er setzt und somit über Routine verfügt oder wie er zu bestimmten Behandlungsverfahren steht. Eine gute Möglichkeit ist hier beispielsweise zum Tag der Zahnimplantate zu kommen, den wir regelmäßig durchführen und wo ganz unverbindlich informiert wird. Denn der Gang zum Zahnarzt ist heute wie früher immer noch eine Frage des Vertrauens.
Viverito: Apropos Implantationsverfahren. Wie stehen Sie zu Implantatversorgungen, die innerhalb weniger Stunden „neue und feste“ Zähne ohne ein Aufschneiden des Zahnfleischesversprechen, die noch dazu sofort belastbar sind?
Dr. Oberbeckmann: Grundsätzlich sind wir modernen Verfahren gegenüber immer aufgeschlossen. Aber wir hinterfragen auch und sehen nicht nur den schnellen Erfolg, sondern setzen im Sinne unserer Patienten vielmehr auf Qualität und Sicherheit.
Viverito: Welche Bedenken haben Sie bezüglich Sofortbelastungs-Implantationsverfahren?
Dr. Oberbeckmann: Die wichtigste Voraussetzung für einen dauerhaften Erfolg von Implantaten, das heißt „künstlichen Zahnwurzeln“, ist die feste knöcherne Verankerung des Implantatkörpers in dem ihn umgebenen Knochen. Diese Verankerung erreichen wir wesentlich durch neugebildeten Knochen und das braucht Zeit. Zeit, in der eine volle Belastung kontraproduktiv ist, da die Gefahr besteht, dass eine bindegewebige, sprich instabile, und keine ungestörte knöcherne und damit feste Einheilung erfolgt. Ein Implantologe weiß zudem, dass die knöcherne Einheilung im Oberkiefer rund vier Monate, im Unterkiefer etwa drei Monate dauert.
Viverito: In Ihrem Besprechungsraum stehen neuerdings ein Beamer und eine Leinwand. Was hat es damit auf sich?
Dr. Oberbeckmann: Unserem Team ist es wichtig, dass der Patient die Behandlung versteht und nachvollziehen kann. Wir zeigen ihm daher die 3D-Aufnahmen, die wir hier in der Zahnklinik erstellen. Der Patient muss also nicht noch extra zum Radiologen, um eine dreidimensionale Aufnahme zu erhalten, die für uns als Behandler ungemein wichtig ist, da sie in Verbindung mit einer speziellen Software per Computer eine präzise Berechnung darüber liefert, wie wir das Implantat zu setzen haben.
Einfach blendend aussehen!
Veneers aus Vollkeramik lassen Sie wieder strahlen.
Oft genügen im Sichtbereich so genannte „Veneers”, um ästhetische Defekte auszugleichen. Veneers (engl.: Furnier, Abdeckung) sind Verblendschalen aus Keramik und werden auf die Zahnseiten, meist der Schneide- und Eckzähne aufgesetzt. Diese sehr gut verträglichen Veneers dienen in erster Linie der Verbesserung der Zahnästhetik.
Mit ihnen kann man Verfärbungen an Zähnen überdecken, schief gewachsene Zähne korrigieren, Zahnlücken schließen, Zahnflecken abdecken und abgebrochene Ecken ersetzen. Veneers werden auch bei Zahnrekonstruktionen nach Verletzungen und Abbrüchen erfolgreich angewendet.
Zur Applikation der Veneers muss lediglich eine hauchdünne Schicht an Zahnsubstanz abgetragen werden, um eine dauerhafte Klebeverbindung zu gewährleisten. Damit ist das Anbringen von Veneers äußerst substanzschonend und risikoarm.
Weitere Informationen unter www.32fit.de
Der kann sich wirklich sehen lassen ...
... der „unsichtbare” Zahnersatz aus Vollkeramik!
Immer mehr Patienten wünschen eine amalgamfreie und ästhetische Füllung auch für Ihre seitlichen Zähne. Höchste Ansprüche erfüllen hier so genannte Inlays aus Vollkeramik, die in ihrer Optik dem natür-
lichen Zahnmaterial in nichts nachstehen. Anders als bei der umstrit-
tenen, auffälligen Amalgamfüllung ist Keramik biologisch äußerst verträglich und tolerant auch gegenüber allen anderen Werkstoffen im Mund.
Mit dem Inlay wird im Gegensatz zur Zahnkrone ein Maximum an eigener Zahnsubstanz erhalten. Allerdings erfordert ihre passgenaue Herstellung absolute Präzision bei der Arbeit durch den Behandler und den Zahntechniker. So wird in einer ersten Sitzung beim Behandler der Zahn entsprechend präpariert und ein Abdruck des auszufüllenden Bereiches gemacht. Danach fertigt der Zahntechniker das Inlay aus zahnfarbener Glas-, Oxid-, oder Zirkonoxidkeramik. Nun wird das Keramikinlay in einer zweiten Sitzung durch Ihren Behandler eingesetzt. Dabei wird das Inlay unter absoluter Trockenhaltung durch ein Spanngummi, das so genannte „Kofferdam”, mit einem Spezialklebstoff passgenau in den Zahn eingeklebt. So wird die Restzahnsubstanz luftdicht mit dem Inlay verbunden und stabilisiert.
Damit sind Keramikinlays für die meisten – auch große – Defekte im kaudrucktragenden Bereich der Seitenzähne für eine langfristige Restauration hervorragend geeignet.
Weitere Informationen unter www.32fit.de
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